Süßwasserperlen

Süßwasserperlen für Ihren Perlenschmuck


Die Perle an sich ist kein echter Schmuckstein und auch kein Edelstein. Eine Perle nicht gleich eine Perle. Es gibt einige Unterschiede. Fast alle Perlen, die für die Herstellung von Perlenschmuck verwendet werden, sind Zuchtperlen, die gezielt gezüchtet werden. Die meisten dieser Perlen sind Süßwasserperlen. 

Heute weiß niemand mehr ganz genau, seit wann erstmals Perlen gesammelt und/oder als Schmuck getragen wurde. Ein archäologischer Fund in der Nähe von Indien, der auf rund 5400 Jahre vor Christus datiert wird, zeigt dass die dortige Bevölkerung bereits damals nach Perlen tauchte. In einem Buch aus dem 23. Jahrhundert vor Christus wurden auch bereits Perlenketten aus Süßwasserperlen erwähnt. Laut Überlieferung soll es am Arabischen Golf, entlang der Küsten von Persien, Saudi-Arabien, Kuwait und im Roten Meer die ältesten Muschelbänke gegeben haben. Die älteste Perle aus dem Persischen Golf ist 4000 Jahre alt. 

Anfang der 1960er Jahre kamen die ersten kernlosen Süßwasserperlen aus Muschelfarmen auf den Markt. Sie sind Im Gegensatz zu Salzwasserperlen viel einfacher zu züchten. Als Vater der Zuchtperle gilt der Japaner Kokichi Mikimoto. 

Echte Perlen bilden sich in der Natur unter nicht genau geklärten Umständen. Dabei hat der Mensch keinerlei Einfluss darauf. Da echte Perlen äußerst selten sind, sind die Schmuckstücke bei denen diese verarbeitet wurden, entsprechend teuer.  Als „echte Perle“ oder „natürliche Perle“ dürfen nur die Perlen bezeichnet werden, die ohne menschliches Eingreifen in Gewässern gewachsen sind und  Perlentauchern gefischt werden.  Unregelmäßig geformte Perlen nennt man „Barockperlen“. 

Süßwasserzuchtperlen aus der Perlenfarm

Auf den Perlenfarmen werden die Perlen - im Gegensatz zur echten Perle, die auf natürliche Art entsteht - in Muscheln zwei bis sechs jahre in ihrem natürlichem Lebensraum auf Muschenbänken gezüchtet, gehegt und gepflegt. Daraufhin bilden die Muscheln eine glänzende Schicht rund um den Fremdkörper, das Perlmutt. Auf diese Weise entstehen die begehrten weiß-glänzenden Kügelchen, die jedoch selten rund in ihrer Form sind, sondern eher an ein Reiskorn erinnern. Viele Frischwasserperlen sind barockförmig, da ihnen kein Kern eingepflanzt wurde, der ihre Form beeinflussen konnte. 


Sind die Perlen groß genug, so werden sie vom Perlenzüchter und seinen Mitarbeitern entnommen. In China werden gezielt Frischwasserperlen gezüchtet, welche eine beachtliche Größe erreichen. Aber auch in anderen Teilen unserer Erde gibt es Perlenfarmen.

Süßwasserperlen sind widerstandsfähig und zersplittern nicht gleich, wenn sie einmal versehentlich fallen gelassen werden. Daher eignen sie sich nicht nur einzeln für ein Schmuckstück, sondern machen sich auch aufgereiht auf der Perlenkette oder Armband gut. 


Meerwasserperlen-Varietäten


Tahiti-Perlen

Die Tahiti-Perle ist nach der tropischen Insel in Französisch-Polynesien benannt. In Europa ist sie erst seit 1845 bekannt. Tahiti-Perlen wachsen meist vier bis fünf Jahre lang. Tahiti-Perlen gehören zu den größten Perlen. Sie haben etwa einen Durchmesser von 8 bis 16 Millimeter. 


Südsee-Perlen

Südsee-Perlenerden in Indonesien, Australien und auf den Philippinen gezüchtet. Diese Perlenart ist für ihre weißen, silbernen und goldenen Perlen bekannt. Ihr Wachstum dauert normalerweise zwei bis sechs Jahre. Südsee-Perlen gehören zu den größten Perlen; meist haben sie 10 bis 16 Millimeter Durchmesser, können aber auch bis zu 20 Millimeter groß werden. 


Akoya-Perle

Die Akoya-Perle ist eine Bezeichnung für eine im Japanischen Meer gewachsene Zuchtperlen. Seit einigen Jahren wird die Akoya-Perle auch in China, Tahiti und Vietnam gezüchtet. Sie wachsen normalerweise acht Monate bis zwei Jahre lang. Akoya-Perlen haben durchschnittlich einen Durchmesser von 2 bis 6 Millimeter. Von Natur aus sind sie weiß oder cremefarben. Sie sind zwischenzeitlich aber durch Einfärbungen auch in anderen Farben erhältlich.


Keshi-Perlen

Keshi-Perlen (Mohnsamenperlen) sind ganz kleine Perlchen, die sich ungeplant bilden. Da Keshi-Perlen kernlos sind, sind sie im strengen Sinne Naturperlen. Die Keshi-Perlen, werden teilweise mehr als 10 mm lang. Wegen der interessanten Formen der Keshi-Perlen werden sie gern zu Schmuck verarbeitet.



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